Fröhlich in den Untergang!
Oder: Wie man ein Volk dazu bringt, sich jubelnd selber zu versklaven.
Vorbemerkung:
Die Vollgeldinitianten haben - ach wie scharfsinnig... - bemerkt, dass die Banken ja ihre Schulden nicht alle mit Bargeld gedeckt haben. Wie wir vorne festgestellt haben, ist die Hauptaufgabe der Banken die Fristentransformation, also z.B. die Schuld eines Hauskäufers gegenüber dem Hausverkäufer zu übernehmen, damit der Hausverkäufer sofort über das Geld verfügen kann, während der Hauskäufer es erst im Laufe der Zeit bezahlt. Das ist die Aufgabe der Bank und nicht die vollständige Bereitstellung des Bargeldes für ihre Verpflichtungen. Nur so kann der Hausverkäufer das Haus ja erst verkaufen und der Hauskäufer, vielleicht eine junge Familie, kann sich so das Haus erst leisten. Solcherlei Überlegungen sind den Luftschlossarchitekten offenbar völlig fremd.Karikatur "Luftschloss": G. Ugus; Bildquellen: Pixabay.com Wo liegen die Denkfehler? Hier die wichtigsten: /grundlagen/geldentstehung
Die Initianten: Quelle: http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/16-08_GammE_Geld-eine_Einfuehrung.pdf, S. 14
Dass die Initianten es selber sind, die die Welt auf den Kopf stellen, kommt ihnen offenbar gar nicht erst in den Sinn!
Wie das System funktioniert, ist hier
leicht verständlich erklärt. Und dass nicht die Zentralbank die Werte
schöpft, sondern die hart arbeitenden Menschen, dürfte wohl jedem auf dem Boden der Realität stehenden Arbeiter klar sein, offensichtlich aber nicht den sich in ihren eigenen Theoriegebäuden verlaufenden ewigen Schulstubenhockern.
Der Ursprung:
Die Vollgeldidee geht auf Karl Marx zurück. Die
Wirtschaft beruht auf Schuldverhältnissen - das unumgehbare Problem ist die Vorfinanzierung1. Und dies ist seit es
Wirtschaft gibt so. Der Kommunismus (mit seiner Planwirtschaft)
kann keine erstrebenswerte Lösung sein, weil er die Bürger
die Freiheit kostet (der Obrigkeit ging es auch im Kommunismus gut
- also nix da mit kommun und keine Klassenunterschiede...). Die
Sowjetunion hätte niemals 70 Jahre existieren können, wenn das
Land nicht so reich an Bodenschätzen wäre. Durchsetzbar war der
Kommunismus nur durch Terror und Gewalt. Wer da noch den
Marxistischen Theorien anhängt, muss blind sein und unter
selektiver Wahrnehmung leiden.
Karl Marx - Manifest der Kommunistischen Partei - Kapitel 4:
Also auch, nein, erst recht(!), in der Sowjetunion, wie wir
gesehen haben: "Die politische Gewalt im
eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse" -
der Partei und des Obersten Sowjet - "zur Unterdrückung der
andern"... Die Meinungsfreiheit stand nur auf dem
Papier und wählbar waren nur die von der einzig erlaubten Partei
aufgestellten und der Partei loyalen Personen...
Karl Marx war ein Truhe-Tausch-Schatz-Theoretiker, der
meinte, das Kapital sei einfach so da... Wenn man von falschen
Prämissen ausgeht, ist die Conclusio in den seltensten Fällen
und höchstens rein zufällig richtig. Karl Marx hat aber voll
daneben geschossen, wird allerdings als grosser Ökonom gefeiert
- trotz den Abermillionen Toten, die seine falsche Theorie resp.
Ideologie (direkt oder indirekt) verursacht hat.
Mit Vollgeld haben Sie mit einer guten Geschäftsidee nur noch eine
einzige Anlaufstelle für einen Kredit: die Zentralbank, den Staat.
Das führt zur Planwirtschaft - und wenn Sie dem Staat zu kritisch
sind, kann er Sie ganz einfach ruinieren. Aber all dies verstehen
die Vollgeldphantasten in Ihrer marxistischen Ideologie nicht (die
Denkfehler von Marx habe ich ja auch teilweise dargelegt) - und
wenn Sie mit ihnen eine offene Diskussion führen wollen, ist das
nicht möglich. Sie können denen ihre Irrtümer buchhalterisch und
volkswirtschaftlich noch so lange aufzeigen - da wird einfach
abgeblockt und die Antwort bleiben sie Ihnen schuldig. Dafür
beharren sie weiterhin auf ihrer sozialistischen Idee.
Ob wohl die Vollgeldinitiative auf folgender Prämisse beruht? Jean-Claude Juncker: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige
Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine
Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen
wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück
mehr gibt." - in Die Brüsseler Republik , Der Spiegel, 27. Dezember 1999. Roland Baader. Ende des Wohlstands:
Fest steht
ferner, dass das Auftreten von boom and bust-Zyklen (boom =
Hochkonjunktur; bust = Bankrott) in der industrialisierten Welt erst
seit der Gründung von Zentralbanken zu beobachten ist. Auch vorher hat
es gelegentlich leichte konjunkturelle Wellen gegeben, aber die
verrückten Ausschläge der Wirtschaftsgeschichte, Euphorie und Crash,
siedender Aufschwung und Depression waren immer und überall Ausgeburten
des Zentralbankensystems und seiner Kreditexpansion. Die boom and
bust-Zyklen begannen im 18. Jahrhundert mit den Anfängen des
Zentralbankwesens und
haben sich seither entsprechend der immer grösseren Rolle und der
immer
weiteren Verbreitung von Zentralbanken immer weiter über den
Globus ausgebreitet und immer grössere Ausmasse angenommen. Sie sind -
das sollte man
sich fest einprägen! - keine Geschöpfe der Marktwirtschaft oder der westlichen Zivilisation!
Entgegen allen anders lautenden und weit verbreiteten Theorien war
auch die grosse Weltwirtschaftskrise der dreissiger Jahre ausgehend
von den USA
eine Missgeburt der Geldpolitik und des Fed (Fed, das Federal
Reserve System, ist der Name des amerikanischen Zentralbanksystems).
Ausgerechnet der Zentralbank (Schweizerische Nationalbank) und dem Staat wollen nun die Vollgeldinitianten alle Macht übertragen!
Zum selben Ergebnis wie Roland Baader kam Dr. Paul C. Martin schon früher völlig zu Recht:Seit
250 Jahren regieren uns die TTS-Theoretiker. Sie halten alle Lehrstühle
an den Universitäten besetzt, sie sitzen in den Notenbanken und den
Wirtschafts- und Finanzministerien. Und sie werden sich jetzt wundern,
was mit der schönen »freien Wirtschaft«, die man gern noch so ein
bißchen »sozial« garniert hat, geschieht, deren Uhr nun abgelaufen ist.
Der Sozialismus, alias ein sowjetisches System wird möglicherweise
schneller da sein, als wir es heute ahnen.
Schuld am
Kollaps des Kapitalismus ist, wie wir nachweisen konnten, die Tatsache,
daß in die freie Wirtschaft der »infallible Schuldner«, alias der
»Staat« eingeschleust wurde. Damit sind alle Aufschuldungs-,
Inflations-, Blow-off- und Deflations-Phänomene plus Depression und
Crash erklärt.
Wer als Promoter der freien Wirtschaft
und bedingungsloser Anhänger des kapitalistischen Systems zusehen muß,
wie das Ganze jetzt in einer letzten Zuckung pervertiert wird,
entwickelt auch Galgenhumor.
Wie weitsichtig Dr. Paul C. Martin doch war - er schrieb das vor einem Vierteljahrhundert:
Da
die Politiker und Notenbanken aber den CRASH bis zum letztmöglichen
Zeitpunkt hinauszögern wollen und werden, gibt es für das
kapitalistische System kaum eine Chance mehr.
Das beste Wirtschaftssystem, das es je gab, das einzige dem Menschen angemessene, muß untergehen.
Nehmen wir also den Initiativtext und die Erläuterungen der Initianten einmal genauer unter die Lupe!
Die Initiative:
Heute ist, wie wir vorne gezeigt haben, eine Banknote ein Schuldschein einer Zentralbank. Mit diesem Schuldschein kann eine Geschäftsbank ihr der Zentralbank vorübergehend verkauftes Wertpapier zurückkaufen (Repos). Dadurch erhält die Banknote ihren Wert, denn die Geschäftsbank ist auf sie angewiesen, um ihr Eigentum, das Wertpapier zurückzukaufen.
Man muss sich das mal auf der Zunge
zergehen lassen. Da kommt einer und sagt: Gib mir Dein Haus
und ich gebe Dir diesen Zettel hier, worauf steht "Ich schulde
Dir nichts"...
Der neue Verfassungsartikel (Auszug!) soll nach dem Willen der Initianten wie folgt lauten:
Art. 99a Schweizerische Nationalbank
Kann man solche Leute ernst nehmen? Oder sind sie nicht viel eher gefährlich für eine Gesellschaft? Wenn man dann bedenkt, dass da zahlreiche Professoren
dahinterstehen, wird einem so richtig übel. Solche Leute
unterrichten Studenten, grauslich! Sie wissen ja mittlerweile, wenn Sie die vorhergehenden Seiten gewissenhaft studiert haben, dass es kein schuldfreies Geld gibt (ausser Warengeld, das einen intrinsischen Wert besitzt)
und weshalb. Vollgeld ist einfach Zettelgeld, ein mit Farbe bedruckter
Papierfetzen! Wer würde dafür seine Ware verkaufen? Nur ein Narr!
Er kann ja KEINE FORDERUNG stellen, denn schuldfrei heisst ja,
dass es keine Forderung gibt - oder auf der Aktivseite der Zettel ausstellenden Bank keine Sicherheiten und keine Forderungen - also einfach nichts, negatives Eigenkapital!
Dazu liess schon Goethe Mephisto sprechen:
Im heutigen System haben Sie eine Forderung (= Guthaben) gegen
eine solvente Bank, d.h. die Bank hat Aktiven, besicherte
Forderungen gegen jemand anders, der ihr ein Pfand hinterlegen
musste, sodass sie darauf zurückgreifen und es verwerten kann, wenn er nicht zahlt.
Würden Sie einem mittellosen Pleitier oder einem Penner 100'000 Franken leihen? Wohl
kaum! Wenn Sie so blöd sind, tun Sie mir leid... Weshalb sollten
Sie denn einer (Zentral-)Bank, die keine Aktiven, also kein Vermögen hat, Geld leihen, ihr vertrauen?
Und wie wollte diese Zentralbank die Währung verteidigen, wenn sie
keine Aktiven besitzt? Die Währung würde sofort gegen andere,
währschafte Währungen getauscht und die Zentralbank könnte nicht
dagegen halten, also ihre eigene Währung zurückkaufen, weil sie
keine Aktiven besitzt. Und die Hyperinflation wäre perfekt.
Damals in den Nachkriegsjahren nach WK I musste die deutsche
Regierung wegen Versailles Geld drucken - basierend auf nichts
(d.h. Staatsanleihen). Die Folge ist bekannt. Heute wollen die
Vollgeldphantasten das ohne Not machen.
Es ist einfach so, dass, je mehr Währung auf dieselbe Menge
produzierter Waren trifft, die Ware teurer wird. Das nennt sich
Teuerung - oder Inflation im heutigen Verwirrspiel. (Inflation ist
die Ausweitung der Geldmenge. Das Wort kommt von inflare, aufblasen, ausweiten. Teuerung ist, wenn die Waren mehr
kosten.)
Wer hat damals - in der Genesis - wohl die Teuerung angefacht?
Es finden sich noch weitere Quellen betreffend Teuerung in der Bibel http://www.bibel-online.net/suche/?qs=Teuerung&translation=6. Und, was heisst das? Der König - und nicht die Banken - hat das Geld verwässert - oder aber, dass es Ernteausfälle gab! Insbesondere aber heisst es auch, dass Geld schon zu Genesis-Zeiten existierte. Anmerkung: Interessant auch, da verwendet man noch das richtige Wort "Teuerung" statt das heute fälschlicherweise gebrauchte Wort "Inflation".
Genau diesen wollen die Vollgeldfantasten nun die Geld"schöpfungs"macht übergeben!
Die Vollgeldphantasten wissen nicht, wovon sie reden! Gott behüte
uns vor diesem Experiment!
Die
Vollgeld-Idee geht davon aus, dass die Zentralbank Werte schöpfen
könne. Werte werden aber nicht von der Zentralbank geschaffen, sondern
von den produzierenden Menschen in einer Volkswirtschaft - von Ihnen, der hart arbeitet! Die
Vollgeld-Idee beruht also auf einem offensichtlichen Irrtum und
Missverstehen des Systems!
Die
Vollgeldinitiative will, dass die National- resp. Zentralbanken
sämtliches Geld schöpfen und dann in die Wirtschaft pumpen z.B. wie folgt:
Die Initianten wollen Ihnen also allen Ernstes weismachen, Zentralbanken könnten Geld aus dem Garnichts schöpfen:
Wenn
das Eigenkapital negativ wird, rutscht es auf die Aktiva-Seite der
Bilanz. Aber auch mit negativen Eigenkapital kann die Zentralbank immer
weiter neues Geld verschenken. Das geht jetzt wieder durch eine
Bilanzverlängerung, womit das negative Eigenkapital immer noch negativer wird:
Quelle:
http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/2013_11_29_Vollgeld_Bilanzierung_aus_Sicht_der_Zentralbank_-_Thomas_Mayer.pdf
Negatives Eigenkapital = Nichts. Wenn die Geldentstehungsbuchung lautet Nichts/Geld, so ist das Geld = Nichts.
Offenbar haben die Vollgeldinitianten mittlerweile bemerkt, dass die Kernaussagen von Thomas Mayer unhaltbar sind - aber sie beharren trotzdem weiter auf ihrer unsinnigen Forderung, ungeachtet dessen, dass sie für die Schweiz bei Annahme der Initiative absehbare katastrophale Folgen haben wird -, denn sie haben die verlinkte Seite von ihrer Homepage entfernt, jedoch hatte ich das Pdf schon heruntergeladen: Vollgeldvorschlag-Schweiz.pdf (s. Seite 9).
In dieselbe Richtung geht die Aussage des SNB-Präsidenten Thomas Jordan:
Zum
anderen kann ein Zustand von negativem Eigenkapital auch
für eine Zentralbank problematisch werden. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn der Zustand längere Zeit anhält.
Der neue Verfassungsartikel (Auszug!) soll nach dem Willen der Initianten wie folgt lauten:
Art. 99a Schweizerische Nationalbank
Die Schweizer Nationalbank soll nach dem Willen der Initianten der Schweizer Vollgeldinitiative also zinsloses Geld nicht bloss aus dem Nichts1, sondern aus dem Garnichts
produzieren - und es dann verteilen an Bund, Kantone und an die
Bevölkerung! So schreiben sie das ernsthaft in den Initiativtext
(schuldfrei) und wollen das dann auch noch in der Verfassung verankert
wissen.
Dass die
Notenbanken noch nie unabhängig waren und die Geldmenge nicht zu steuern
vermögen, ist mittlerweile vielen bekannt. Und das wird auch so
bleiben. Wer diese Webseite studiert hat, weiss warum.Genau so aber wollen die Vollgeldler allen ernstes den Staat finanzieren - vorbei am Bürger!
Steht ja, bei Annahme der Initiative, dann in der Verfassung,
abgesegnet durch das Volk! Die können dann machen, was sie wollen - und
das Volk hat nichts mehr zu sagen! Dabei haben wir ja gelernt, dass der
Staat sich über Steuern finanzieren soll - und nicht hintenrum über
Geldverwässerung (oder gar Betrug). Aber genau das wird
kommen (wenn dazu überhaupt noch Gelegenheit besteht), das prophezeie
ich. Wieso sollten sie es denn nicht machen, wenn sie es können?
Niemand
leiht Ihnen Geld, wenn Sie kein Eigenkapital haben. Niemand vertraut
einer Währung, wenn sie auf nichts aufbaut. Niemand investiert in eine
Währung, wenn sie keinen Zins bringt:
Die in Umlauf
gebrachten Noten sind für die Notenbank eine Schuldverpflichtung , da
die Geldbesitzer die Noten jederzeit gegen eine andere Währung
eintauschen können, wenn die Währung frei konvertibel ist. (...)
Niemand würde für zinsloses Geld eines Schwachwährungslandes
verzinsliche Anleihepapiere hergeben. (Clement,
Reiner/Terlau, Wiltrud/Kiy, Manfred: Angewandte Makroökonomie,
Vahlen Verlag, 5. Aufl. 2013; ISBN 978-3-80064-480-3, S. 249)
Siehe auch Pfundkrise. Es ist und bleibt
ein ungelöstes Rätsel, wie es angeblich Zettelgeld geben kann ohne Schulden: Ein
Guthaben des Einen setzt immer die Schuld eines Anderen voraus!
Schon
daran sieht man, dass dieses "Geld" wertlos ist! Wie kann man denn Werte mit etwas Wertlosem messen? Das ist vergleichbar, eine Strecke mit einem Hohlmass messen zu wollen. Eigentlich wäre die
Diskussion damit ja abgeschlossen, denn weiterer Beweise bedarf es
eigentlich nicht mehr.
Wenn
Sie zu einem Konditor gehen und eine Tüte Pralinen verlangen, verlangt
der Konditor vielleicht 40 Franken dafür. Wenn er Ihnen nun aber eine
leere Tüte in die Hand drückt und 40 Franken dafür verlangt, dann lachen
Sie ihn doch aus: "Bin ich denn so blöd, für eine leere Papiertüte 40
Franken zu zahlen?" Genau das aber will die Vollgeldinitiative, indem
sie behauptet, ein Geldschein - ein Stück bunt bemaltes Papier - sei 100
Franken wert! Ein Geldschein selbst hat keinen Wert. Der Geldschein
muss quasi mit einem Wert "befüllt" werden. Die Initianten der
Vollgeldinitiative wollen Ihnen aber einen bunt bemalten Fetzen Papier
als 100 Franken verkaufen. Was sagen Sie denn denen? Fragen Sie nicht
auch: "Bin ich denn so blöd, einen Papierfetzen für 100 Franken wert zu
halten?"
WIE ERZEUGEN BANKEN ELEKTRONISCHES GELD?
Ganz einfach, indem sie einen Kredit vergeben oder
Finanzanlagen kaufen. Dabei reichen sie grossteils nicht das Geld der
Sparer weiter, sondern erzeugen neues Geld sozusagen aus dem ”Nichts”,
das heisst ohne dass dieses Geld vorher vorhanden war. Ein gutes
Geschäft, denn sie kassieren Zinsen für Geld, das sie selbst erzeugt
haben.
Quelle: http://www.vollgeld-initiative.ch/3-minuten-info/
Natürlich können und dürfen die Banken das Geld der Sparer generell
- und nicht bloss grossteils - nicht weiterreichen, denn das wäre ja
Veruntreuung. Diese Feststellung ist trivial. Wir haben das in dieser
Webseite bereits andernorts genau erklärt. Wäre ja noch schöner, wenn
die Banken Ihr Geld weiterreichen würden! Klar
entsteht eine Schuldanerkennung erst mit der Anerkennung der Schuld.
Das ist nun beileibe nichts weltbewegendes, sondern schlicht und einfach banal! Obwohl sie hier noch präzisieren, dass
der Ausdruck "aus dem Nichts" einzig heisst, dass das Geld vorher nicht
bestanden hat, geht aus ihrer Vorgehensweise klar hervor, dass sie das
selber nicht zu Herzen nehmen, sondern diesen Slogan für ihre Zwecke
missbrauchen wollen. Wir kommen auf diese ganz offensichtlich hirnwäschende Propaganda und an Plattheit kaum zu überbietenden Sätze weiter unten nochmals zurück.
Dass
man nicht einfach aus Nichts etwas produzieren kann, sollte man meinen,
ist selbst Kindern bekannt. Wer meint, Banken könnten Geld aus dem
"Nichts" erzeugen, sollte sich einmal überlegen, weshalb Banken denn in
Konkurs gehen
können: http://bankimplode.com/.
Will
man ein System verbessern, muss man es erst verstehen! Hat man es
verstanden, schreibt man auch nicht mehr so wirres Zeug, wie das die
Vollgeld-Initianten tun.
Es ist völliger Quatsch, was da die SNB schreibt: Bargeld ist für die SNB eine Schuld und keine Liquidität (siehe unten). Bargeld ist in der SNB-Bilanz auf der Passivseite, also Fremdkapital, Schuld, Verbindlichkeit; Liquidität allerdings ist Aktivum, Vermögen, Guthaben. Ergo kann sie auch illiquid und der Franken angegriffen werden, wenn das Eigenkapital negativ wird. Folglich kann die SNB auch nicht einfach Geld aus dünner Luft schöpfen. Wenn die Initianten solchen Stuss der SNB dann auch noch glauben und nachplappern, zeugt das nur einmal mehr, dass sie nicht imstande sind, selbständig eine Bilanz zu lesen. Wer meint, die SNB könne einfach Geld aus dem Garnichts produzieren und allen gehe es dann gut, muss schon ziemlich naiv sein und gehört weder auf einen SNB-Chefsessel noch auf einen Lehrstuhl an einer Uni! Dass die Parlamentarier und der Bankrat solcherlei Schmarren nicht merken und keine kritischen Fragen stellen, zeigt nur, dass auch sie keine Bilanz lesen können.
Es gibt entweder Warengeld - oder eben Schuldgeld. Etwas anderes gibt es nicht!
Daher behaupten die Initianten keck, das Eigenkapital einer
Zentralbankbilanz könne
problemlos negativ sein (die SNB behauptet noch "vorübergehend", woraus die Initianten dann gleich "dauernd und immer noch negativer" machen), der Rechtsstaat könne die Werthaltigkeit und
Tauschbarkeit des Geldes garantieren und das Geld sei gedeckt durch die
volkswirtschaftliche Leistung. Wer glaubt, das Eigenkapital einer
(Zentral-)Bankbilanz könne problemlos negativ sein, ohne dass die Bank
kracht, hat noch nie etwas von Bankbetriebswirtschaft gehört und vom
Konkursrecht keine Ahnung. Selbst wenn es sich um die Zentralbank
handelt, heisst das nicht, dass sie nicht krachen könnte. Dann kracht
einfach die Währung. Wie es dem Volk dann geht, scheint egal zu sein,
Hauptsache, man hat seine irrwitzigen Schnapsideen durchgesetzt und das
hirnrissige Experiment machen können. Die Menschen, die diese Initiative
lancieren, sind nicht am Wohl der Bevölkerung interessiert, sondern an
deren Ruin
Wer diese Webseite studiert hat, weiss, dass eine Habenbuchung (also das Geld in den Passiven) auch eine Sollbuchung (den üblicherweise besicherten Kredit in den Aktiven) voraussetzt. Sonst wäre die Bilanz ja nicht ausgeglichen. Was würde die SNB da wohl in die Aktiven buchen? Bleiben mehr oder weniger nur Staats- und allenfalls Kantonsanleihen - oder andere bilanztechnische Konstrukte, die auch nicht besser sind
- oder eben "Nichts", d.h., negatives Eigenkapital.
Das heisst, der Staat finanziert sich selber und kann dann mit dem Geld
machen, was er will. Werte entstehen niemals durch Buchungen, sondern
immer nur durch Produktion! Sie arbeiten - und die anderen buchen und
nehmen Ihnen damit Ihren wohlverdienten Lohn weg. So sieht es aus! Dass
die Bilanz der SNB danach so aussieht wie die
Bilanz der FED, welche es sich aber als Zentralbank des Imperiums erlauben kann im Gegensatz zur kleinen Schweiz, ist wohl niemandem klar:
Die SNB wäre dann nach kaufmännischen Gesichtspunkten völlig pleite und der Franken absolut wertlos!
Eine
Zentralbank muss die eigene Währung jederzeit zurückkaufen können,
andernfalls ist sie wehrlos gegen Angriffe auf die Währung! Das nennt man (In-)Solvenz. ( siehe auch.... hier!) Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Bremen am 10.09.2013, zu Recht:
Bankrott ist eine Zentralbank, wenn sie die von ihr emittierten
Geldnoten (Passiva) mit ihren Aktiva (vor allem Pfänder ihrer
Geschäftsbankschuldner, Edelmetalle und Reserven) nicht aus dem Umlauf
zurückkaufen kann und ihr Eigenkapital geringer ist als das Volumen der
weiterhin umlaufenden Noten. Diese bleiben ja Forderungen gegen ihr
Eigentum, das sie nun verbraucht hat. Stattdessen hat sie jetzt, wie es
harmlos gerne heißt, „negatives Eigenkapital“. Genau!
Dieses angebliche Vollgeld ist also nichts anderes als wertloses Scheingeld, das nicht einmal mehr den Wert des bedruckten Papiers hat! Selbst das Wort Zettelgeld wäre schönfärberisch, denn das Wort Geld kommt von gelten/gilt - eine Schuld
gilt! (Wiktionary, allerdings ohne Belege: Das deutsche Wort bildete sich über Althochdeutsch gelt "Vergeltung, Vergütung, Einkommen, Wert" von Indogermanisch ghel "Gold".) Definition ab wissen.de: "gelten zurückzuführen auf mhd. gelten, ahd.geltan; aus germ.*geld–a– „entgelten“, das sich auch in altengl. gieldan und altfrz. jelda bezeugen lässt; die Ausgangsbedeutung „entgelten“ führte über „etwas wert sein“ zu „gültig sein“; vgl. dazu auch → Geld; die Bildung vergelten geht auf mhd. vergelten, ahd. fargeltan zurück und bedeutet „zurückzahlen, erstatten“, aber auch im übertragenen Sinne „jmd. etwas heimzahlen“".
Aus der Wortherkunft lässt sich eindeutig ableiten, dass Geld nicht ein Geldschein, also kein Ding, ist, sondern etwas Immaterielles: ein Wert. Wenn also ein Ding, ein Geldschein keinen Wert beinhaltet, ist er wert-los = ohne Wert.
Die Folge des Experiments:
und:
Quelle: http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Bestell-Liste-Abbildungen/neu_Tectum_Leseprobe_Mayer-Huber-VOLLGELD.pdf
Was passiert nun mit diesem verliehenen "Geld"? Der Schuldner dürfte, wie
jeder wohl weiss, den Kredit nicht aufgenommen haben, um ihn danach
unter die Matratze zu legen und später wieder zurückzuzahlen! Er gibt
selbstverständlich dieses Geld aus! Was passiert dann mit dem Geld? Es
landet auf dem Konto seines Lieferanten. Wenn nun der Lieferant spart, haben wiederum zwei Personen Anspruch auf dasselbe Geld - wie gehabt -, nämlich einerseits der Sparer 1 und
anderseits der Sparer 2! Ist das tatsächlich Vollgeld? Ganz abgesehen davon, dass ja das Geld nicht auf dem Sparkonto liegt,
sondern das Sparkonto ist nur eine Forderung, ein Anspruch auf Bargeld - siehe hier. "Das sie dafür zur Verfügung gestellt bekommen haben", schreiben die Initianten. Schon heute weiss jeder Normaldenkende, dass er nur ein Geldguthaben hat, wenn er das Geld bei der Bank einzahlt und dass die Bank Eigentümerin desselben ist. Und ganz abgesehen davon, dass die Geschäftsbanken dann überhaupt kein Geld mehr entgegennehmen dürften, weil dadurch Buchgeld entsteht (Buchung: Bargeld/Buchgeld), und dass sie auch keine Kredite mehr vergeben könnten, weil dann auch schliesslich wiederum Buchgeld entsteht (Buchung: Kredit/Buchgeld - oder von mir aus Kredit/Kasse und danach wieder Kasse/Buchgeld, was zwar nicht üblich ist), wie wir das gleich zeigen werden, was die Initiative ja explizit untersagt! Ebenso wären Banküberweisungen nicht mehr möglich, da die Geschäftsbanken ja kein Buchgeld haben dürften. Kurz: Die Geschäftsbanken wären damit eliminiert und Karl Marx' Forderung erfüllt:Quelle: http://www.vollgeld-initiative.ch/initiativtext-erlaeutert/
Schauen wir uns nun mal dieses Kernanliegen an:
Was
passiert mit dem Geld, wenn es in einen Kredit geflossen ist? Der
Kreditnehmer gibt es aus und es landet entweder auf A- oder B-Konti und
steht, sobald es gespart wird, also in den B-Konti gelandet ist, wieder
zur Kreditgewährung zur Verfügung. Was ist denn das anderes als das
bisherige angebliche Fractional-Reserve-System (Teilreservesystem)?
Wie komme ich auf diese Darstellung? http://www.vollgeld-initiative.ch/initiativtext-erlaeutert/
Die
B-Konti werden durch Darlehen betrieben und das Geld darf ausgeliehen
werden... (den Zins behandeln wir dann hier).
Da
Geld die Angewohnheit hat, von den Einen angespart und von den Anderen
verkonsumiert zu werden, ändert sich auch da nichts Grundlegendes.
Giralgeld (= Buchgeld = Bankguthaben = Ansprüche der Kunden auf Bargeld = Schulden der Bank) entsteht automatisch, wenn eine Bank Geschäfte tätigt, ob man das nun wahrhaben will oder nicht und ob das die ideologisch verblendeten Initianten verstehen oder nicht... Wenn sie meinen, es ändere sich am Gesagten viel, wenn man nun das Buchgeld als Darlehen gibt resp. bezeichnet, irren sie sich - siehe oben - auf der Aktivseite steht wieder der Kredit an Z, also haben wir ein Fractional-Reserve-Vollgeld-Darlehen-Banking. Na sowas...!
Hätten sie das System richtig analysiert, wäre ihnen ihre wirre Argumentation klar gewesen. Ein Blick in die leidvolle Geschichte sollte eigentlich genügen, ansonsten könnte auch ein Einführungskurs in Bankbuchhaltung durchaus helfen...
Den meisten praktisch veranlagten Menschen ist durchaus bewusst, dass sie ein Guthaben bei der Bank haben und dass nicht alles Geld bei der Bank liegt. So habe ich einmal einen Schreiner gefragt, ob er denn wisse, woher das Geld kommt. Die wie aus der Pistole geschossene Antwort: "Von der Arbeit!". Solch eine simple Antwort und so richtig! Auch wenn er die Vorgänge und Buchungen in der Bank nicht genau kannte oder gar verstand, so wusste er doch, woher das Geld kommt - von der Arbeit - und nicht aus einer luftigen Buchung in der Zentralbank. (Wie Geld entsteht, haben wir vorne erklärt, die Problematik wird am Schluss der Webseite behandelt.) Ein Praktiker eben, der sich noch nicht von wirren, von der Realität völlig abgehobenen Theorien hat verblöden lassen. Geld kann nur aus Arbeit entstehen, aus Produktion, aus Werten, die erschaffen wurden. Was nützt ein Haufen Geld, wenn der Bauer sein Feld nicht bestellt und es nix zu essen gibt?
Tja, liebe Vollgeldler, wo ist denn nun oben das Geld, das die Darlehen decken soll? Wenn die Darlehensgeber der Bank ihr Darlehen nicht beziehen (und beziehen können sie es ja nun auch nicht mehr - genau wie im bestehenden System -, da das Geld ja als Kredit ausgereicht wurde und ihr Darlehen nicht mehr mit Geld gedeckt ist), so haben wir genau das, was Sie anprangern. Und das haben wir ja hier genauestens beschrieben. Die Darlehen sind wieder nicht mit Geld - diesmal halt Vollzettelgeld - gedeckt, dabei hat die Bank ja das Geld vermittelt, wie Sie es fordern. Wir haben hier also wieder - abgekürzt - die Buchung Forderung/Buchgeld (oder von mir aus Kredit/Darlehen, was soll's...). Ihr habt einfach die Welt auf den Kopf gestellt und wertvolles, mit Sachwerten gedecktes Geld in wertloses, tatsächlich aus dem Nichts geschöpftes Zettelgeld getauscht. Dafür hat man eine effiziente und bedarfsgerechte Kreditgewährung wirksam unterbunden (wir kommen darauf in der nächsten Seite zurück). Na sowas...
Hier sieht man, womit das Buchgeld der Schweizer Banken gedeckt ist - zum grössten Teil mit besicherten Forderungen. Man muss sich nur einmal die Mühe machen, der Sache nachzugehen, statt irgendwelche weltfremden Theorien in die Welt zu setzen.
Wir haben widerlegt, dass es so, wie sie uns das Fractional-Reserve-System weismachen wollen, überhaupt existiert (ausführlicher hier). Was passiert nun, wenn jemand
seinen Kredit zurückzahlt? Das Geld verschwindet nicht einfach. Vorher ist das Geld einfach verschwunden, es
war ja eine Forderung. Nun aber ist das Zettelgeld immer noch im
System, nämlich wieder auf den B-Konti (resp. in der Bankkasse)
verfügbar. Die Geldmenge hat sich also nicht dem Kreditvolumen
angepasst, sondern ist fix. Wenn also das Kreditvolumen grösser wird,
wird die Rückzahlungsfähigkeit erschwert, dasselbe gilt, wenn die
A-Geldmenge klein ist; die B-Geldmenge steht ja zur Rückzahlung eher
nicht zur Verfügung. Im übrigen haben wir ja
des Langen und Breiten
gezeigt, dass die Banken nicht einfach das Sparkonto irgendwelcher
Sparer belasten können und dass sie Spargelder überhaupt nicht verleihen können sowie dass das Geld in der Bank-Kasse den Banken
gehört und dass sie dieses Geld zum Kredit benötigen (Banken müssen liquid sein und die Mindestreservevorschriften erfüllen), um überhaupt Kredit
gewähren zu können; deshalb hat man ja auch die Mindestreservepflicht -
und diese kann der Gesetzgeber oder die SNB2 bei Bedarf
einfach
heraufsetzen (wieso tut man das nicht, wenn es denn daran läge?). Die
Sparer haben eine Forderung, ein Anrecht auf das Geld, das Geld
aber gehört der Bank. Basta. Geld in der Bankkasse ist das Eigentum der Bank, denn wäre
es nicht ihr Eigentum, wäre es nicht bilanzierungsfähig:
aus:
Schär, Johann Friedrich und Prion, W.: Buchhaltung und Bilanz auf
wirtschaftlicher, rechtlicher und mathematischer Grundlage (...), Berlin
und Heidelberg 1932, S. 93
Wie also können die Initianten allen Ernstes verlangen "die Banken dürfen dann nur noch Geld verleihen, das sie dafür zur Verfügung gestellt bekommen haben"?
Dr. Meyer ganz korrekt und konsequent weiter:
Oftmals ist eine Bank Mittlerin zwischen Gläubiger und Schuldner, d.h. sie übernimmt die Schuld des Schuldners gegenüber dem Gläubiger. Klar, dass der Schuldner danach die Schuld nicht mehr dem Gläubiger gegenüber hat, sondern der Bank. Als Beispiel sei hier ein Liegenschaftskauf angeführt: Die Bank übernimmt die Schuld des Hauskäufers gegenüber dem Hausverkäufer. Sie vermittelt also nicht das Geld der Sparer an die Kreditnehmer, wie das die Initianten meinen.
Die Initianten weiter:
- Alle Giroguthaben (Geldmenge M1) werden am Stichtag zu Vollgeld und müssen auf Treuhandkonten ausserhalb der Bankbilanz übertragen werden. Das ist nur möglich, in dem die Banken von der SNB Darlehen in gleicher Höhe bekommen. So entstehen die Verbindlichkeiten der Banken gegenüber der SNB aus der Buchgeld-Umstellung. Alles Giralgeld wird zu gesetzlichem Zahlungsmittel und wird neu von der SNB garantiert. Die bisherigen Verpflichtungen der Banken, die Guthaben der Kontoinhaber auf Wunsch auszuzahlen, wandeln sich zu Verpflichtungen gegenüber der SNB. Für die Banken ändert sich bloss der Gläubiger und sie haben den Vorteil, dass täglich fällige Kundenverbindlichkeiten in längerfristigen SNB-Verbindlichkeiten umgewandelt werden.
- Durch diese SNB-Darlehen in Höhe der Geldmenge M1 wird die SNB der größte Gläubiger der Banken. Die SNB wird die Darlehen grossteils ohne oder nur mit schlechter Besicherung vergeben müssen, da die Banken nicht in dieser Höhe die üblichen Sicherheiten in Form von Wertpapieren stellen können. Um das Risiko der SNB zu reduzieren ist deshalb eine Rückführung der Umstellungskredite notwendig, sonst würde eine neue „Geiselhaft des Staates“ durch die Banken entstehen. Eine Rückführung dieser hohen SNB-Umstellungskredite entspricht auch der liberalen Grundausrichtung der Schweiz, die einen möglichst geringen Einfluss des Staates auf die Wirtschaft anstrebt. Deshalb sollen die Banken möglichst unabhängig von der SNB werden und sich hauptsächlich bei Sparern, Versicherungen, Unternehmen und anderen Banken finanzieren.
Quelle: http://www.vollgeld-initiative.ch/erlaeuterungen/
Wie
wir weiter hinten feststellen werden, kommt am Schluss wieder dasselbe
heraus bei den Krediten, wie das bisher auch war: Am Schluss steht
wieder Kredit/Buchgeld in der Geschäftsbankbilanz!
Allerdings wird damit die Welt auf den Kopf gestellt! Das kommt daher, weil sie glauben - oder Sie glauben machen wollen -, die Banken schöpften Geld wortwörtlich aus dem Nichts!
Dabei haben wir ja klar gesehen,
dass die Bank nicht bloss das Geld (+ Mindestreserve) braucht, um
überhaupt einen Kredit gewähren zu können, sondern dass das Geld auch
gedeckt ist - im Gegensatz zu diesem Voll(betrug)geld - und dass das verliehene Geld der Bank gehört! Und wenn der Kredit zurückbezahlt wird,
gehört die hinterlegte Sicherheit wieder vollumfänglich dem ehemaligen Kreditnehmer und
das Geld, die Forderung, der Anspruch auf Bargeld gegen die Bank, ist wieder verschwunden.
Deshalb
hat man Sie ja schliesslich jahrelang belogen, zu glauben, das bestehende Geld sei aus dem Nichts
entstanden, damit es nicht mehr auffällt, wenn die Initianten die
Geldschöpfung aus dem Garnichts anpreisen und Ihnen auch noch einreden
wollen, das sei dasselbe! Die nächste Hirnwäsche folgt dann mit dem Wort
Vollgeld statt Nichtsgeld oder Zettelgeld oder schlicht und einfach: FALSCHGELD! Das ist angewandte Massenpsychologie. Soll
mir noch jemand sagen, das sei nicht von langer Hand geplant gewesen und
die Professoren verstünden das alles nicht... Ich bin ja lange
gutgläubig, aber irgendwann hört mein guter Glaube auf. Jeder Professor
weiss - oder sollte wenigstens wissen -, dass man das Eigenkapital nicht
einfach ins Negative rutschen lassen kann, denn von Bilanzrecht,
Konkursrecht, Börsenhandel usw. sollten Wirtschaftsprofessoren doch
zumindest ein bisschen Ahnung haben.
So wohl scheint ihnen dabei dann doch nicht zu sein - auch wenn das wohl eher als Bedenken bezüglich ihrer Propaganda (besser: Hirnwäsche) statt als Bedenken gegen ihre realitätsferne, völlig abgehobene3 und das Volk in die Katastrophe führende Theorie zu werten ist:
2. Psychologisch wäre es aber verheerend. Bisher war das Geld immer durch Aktiva gedeckt, Gold, Kredite, Sachanlagen oder Beteiligungen, reale Werte. Das alles soll nun durch „negatives Eigenkapital“ ersetzt werden? Allein bei diesem Wort zucken viele schon zusammen. „Negatives Eigenkapital“ wird mit Bankrott gleichgesetzt. Investoren meiden Unternehmen mit „negativen Eigenkapital“ wieder der Teufel das Weihwasser. Die emotionale Botschaft wäre: Unser Geld ist nicht mehr gedeckt, bald ist es nichts mehr wert, rette sich wer kann!
Auch wenn es langfristig vielleicht möglich ist, alles zu erklären, der Aufwand ist groß und die Ausstrahlung von „negativem Eigenkapital“ wird bedrückend bleiben. Welche Möglichkeiten haben wir noch?
http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/2013_11_29_Vollgeld_Bilanzierung_aus_Sicht_der_Zentralbank_-_Thomas_Mayer.pdf, Seite 10
Aber
Hauptsache, man ist gleich auch noch Psychologe und kann etwas
(buchhaltungs-)technisch begründen, wie stumpfsinnig das auch sein
mag.4 Man macht sich halt die Welt, wie sie einem gefällt...
Wer
glaubt, ein Rechtsstaat könne die Werthaltigkeit des Geldes
garantieren, der sollte sich einmal überlegen, wie es denn möglich ist,
dass die Währungen laufend an Kaufkraft verlieren, wo doch der Staat
angeblich nur sein Machtwort aussprechen kann, und wie es denn möglich
ist, dass laufend irgendwelche Staaten pleite gehen: Seit dem Jahr 1800 gab es weltweit 227 Staatsinsolvenzen.
Und
wer glaubt, Geld sei gedeckt durch die volkswirtschaftliche Leistung,
der meint wahrscheinlich, dass all diese Staaten, die bankrott gingen,
keine volkswirtschaftlichen Leistungen zusammengebracht hätten und die
Menschen dort alle auf der faulen Haut lagen.
Da
muss man schon völlig indoktriniert, verblendet und
ignorant gegenüber den offensichtlichen Tatsachen sein. Das nennt man
auf gut Deutsch Realitätsverweigerung.
Diese Initiative ist zu vergleichen mit einer solchen, die verlangt, Wasser solle in Zukunft bergauf fliessen.
Nur noch ein paar wenige Müsterchen
Die Initianten schreiben:
Diese Regelung schafft eine klare Trennung zwischen Geld und Sparanlagen, zwischen Zahlungsmittel und Schuld.
http://www.vollgeld-initiative.ch/erlaeuterungen/
Was
ist denn ein Zahlungsmittel anderes als eine Schuld der Bank? Ach ja,
ich vergass: Die Zahlungsmittel sind ja neuerdings für die Initianten
keine Schulden mehr, sondern nur noch Zettel, geschöpft aus dem
Garnichts. Und Spareinlagen sind ja schliesslich keine (Spar-)Gelder...
Sondern was? Ach ja, das sind jetzt Sparanlagen. Man sollte sie besser Glaubzettel nennen.
Die Initianten:
Da
in einer zumutbaren Übergangsphase von zum Beispiel fünfzehn Jahren die
Darlehen der SNB an die Banken, die bei der Einführung des Vollgeldes
notwendig waren, abgebaut werden sollen, erhält die SNB die Möglichkeit,
im Umfang der früheren Giralgeldmenge neues Vollgeld auszugeben.
Dadurch entstehen einmalig öffentliche Mehreinnahmen von etwa 300
Milliarden CHF. Das ist ein echter Zuwachs an „Volksvermögen“ ohne
Steuererhöhungen, Sparpakete oder Inflation .
http://www.vollgeld-initiative.ch/erlaeuterungen/
Wunderbar: ein echter Zuwachs an Volksvermögen einfach aus dünner Luft - gebratene Tauben vom Himmel. Leute freut Euch!
Wem kommt dieser Zuwachs an Volksvermögen zugut? Ganz bestimmt nicht
Ihnen, sondern der Macht. Und dieses Vermögen beruht nicht auf
Produktion, sondern Betrug, denn Volksvermögen entsteht niemals aus und durch Geld, sondern ausschliesslich durch Produktion. (Wir haben ja gesehen, dass aufgrund der Saldenmechanik in einer Volkswirtschaft mit Schuldgeld insgesamt nicht gespart werden kann. Also ist dieses Geld entweder wertlos, da keine Verpflichtung dahintersteckt, oder aber dieses Vermögen muss irgendwem gestohlen werden.)
Da schwadronieren die Initianten suggestiv in bester Hirnwäschemanier, nur als weiteres kleines Beispiel:
Durch
diese SNB-Darlehen in Höhe der Geldmenge M1 wird die SNB der größte
Gläubiger der Banken . Die SNB wird die Darlehen grossteils ohne oder nur
mit schlechter Besicherung vergeben müssen, da die Banken nicht in
dieser Höhe die üblichen Sicherheiten in Form von Wertpapieren stellen können.
Auch da zeigt sich einmal mehr, dass die Initianten Kredit und Geld
durcheinanderwirbeln, wie wenn Vermögen (Aktiven) und Schulden
(Passiven) dasselbe wären. Die SNB gibt den Banken keine Darlehen,
sondern sie schuldet ihnen Geld, also ist sie nicht Gläubigerin (Darlehensgeberin), sondern
Schuldnerin. Die SNB hat nichts! Das Vermögen der
SNB wird in der Volkswirtschaft hart erarbeitet und gehört demnach dem Volk - und auf der
Passivseite hat sie die Schuld dem Volk gegenüber, die diese Feststellung gar noch beweist. (Das Fremdkapital gehört ohnehin nicht der SNB; das Eigenkapital beträgt gerade einmal 10 % der Bilanzsumme und dieses Eigenkapital gehört ebenfalls dem Volk.)
So Grundlegendes sollten Wirtschaftsprofessoren eigentlich aus dem FF beherrschen:
Also sind Passiven Verbindlichkeiten, basta! Und das kann jeder leicht überall nachprüfen. Das lernt man in einem Buchhaltungskurs schon in den ersten paar Lektionen.
Und Bar- und Buchgeld sind in einer Zentralbankbilanz immer auf der Passivseite, also ist Geld eine Verbindlichkeit der Zentralbank; bei der Geschäftsbank ist Buchgeld auf der Passivseite. Auch das kann man überall nachprüfen, wie z.B. hier und in jeder Bankbilanz. Und wer immer noch etwas anderes behauptet, nachdem man ihn darauf hingewiesen hat, ist entweder ein Lügner oder ein Narr.
Bilanzpositionen der SNB:
Quelle: http://www.snb.ch
Durch diese
Begriffsverwirrungen schaffen die Initianten ein solches Durcheinander,
dass sie selbst nicht mehr durchblicken oder sie blicken zum Vorneherein
nicht durch und schreiben einfach nur solchen Schwachsinn. Natürlich
haben die Geschäftsbanken nicht alles Buchgeld mit sogenannt üblichen (mit "üblichen" ist wahrscheinlich "derzeit notenbankfähigen" gemeint) Wertpapieren (wie z.B. Staatsanleihen - wer z.B. diese Seite gelesen hat, weiss ja, was das heisst - siehe aber auch hier) besichert, sondern mit Handfestem, wie Hypotheken (siehe die Bilanz hier ganz unten), aber auch mit nicht repofähigen Wertpapieren und Betriebskrediten usw.. Und nun ist die SNB plötzlich der grösste Gläubiger (besser: die grösste Gläubigerin, wenn schon, denn schon, denn es heisst ja bekanntlich "die Bank")
der Banken; vorher war sie noch Schuldnerin, d.h., sie kaufte befristet
ein Wertpapier und gab dafür Geld (ihre Schuld), das sie selber
gedruckt hat. Jetzt hat sie plötzlich Geld - aus dem Garnichts - und ist
daher grösste Gläubigerin und ist reich aus dem Garnichts. Allerdings
muss ich Ihnen hier etwas offenbaren: Die SNB ist tatsächlich plötzlich
reich. Warum? Wie Sie hier gleich feststellen werden (wir hatten das auch schon hier besprochen), ist Geld ein Passivum, also eine Schuld der Bank:
Diejenigen, die also dieses Scheingeld in der Hand haben, sind die Gläubiger der SNB. Also sind Sie, ja Sie! Gläubiger der SNB - von Ihnen hat die SNB das Geld! Und das verkaufen die Initianten Ihnen dann noch frech als "echter Zuwachs an Volksvermögen ohne Steuererhöhungen, Sparpakete oder Inflation"! Daher kann die SNB auch als "der grösste Gläubiger der Banken" (obwohl sie natürlich noch immer nicht Gläubigerin ist, sondern Schuldnerin von ... Nichts) in Erscheinung treten! Das ist das Geheimnis dahinter, das Ihnen die Initianten wohlweislich verschweigen. Man hat Ihnen dann gutes, d.h. durch Sachwerte gedecktes Geld abgenommen und wertloses Scheingeld in die Hand gedrückt
- und Sie haben es womöglich nicht gemerkt, sondern auch noch bejubelt und
zugestimmt, weil man Ihnen sagte, das sei Vollgeld, gedeckt durch den
Staat - der sowieso tief in den Schulden steckt?
Kurz: Die SNB hat sich dann ihrer werthaltigen Schulden entledigt auf Ihre Kosten! Und das ist das Geheimnis hinter dem "echten Zuwachs an „Volksvermögen“ ohne
Steuererhöhungen, Sparpakete oder Inflation." Und selbstverständlich bedeuten dann Ihre
Forderungen gegen die Geschäftsbank Anspruch auf Scheingeld und nicht
mehr auf werthaltiges Geld. Kurz: Man hat Sie - resp. Sie haben sich -
ruiniert, weil Sie den Falschen geglaubt und nicht selbst geprüft haben. Dazu siehe auch die Ausführungen von Dr. Marc Meyer in IN$IDE PARADEPLATZ.
Wenn
die Geschäftsbank der Zentralbank Wertschriften
verkauft, bucht sie einen Aktivtausch (Girokonto/Wertschriften). Die SNB
erscheint also nicht in den Passiven der Geschäftsbanken. Somit ist
klar, dass die SNB Schuldnerin und nicht Gläubigerin/Darlehensgeberin
der Banken ist. Wenn die Initianten Schulden und Vermögen nicht
auseinanderhalten können, zeugt das nur von deren völligem Verdrehen der
tatsächlichen Gegebenheiten und Vorgänge. Kein Wunder, ist die SNB in den Augen der Initianten plötzlich reich und
kann Darlehen vergeben, so dass für sie unerklärlicherweise ein "echter Zuwachs an Volksvermögen ohne Steuererhöhungen, Sparpakete oder Inflation"
aus dem Nirvana stattfindet... Woher sollte die SNB denn auch plötzlich
reich sein? Die hart arbeitenden Bürger wissen, woher das Volksvermögen stammt: Aus Arbeit und nicht aus luftigen Buchungen und akademischen Verdrehungen der Realität.
Wenn
man der Realität ins Auge blickt, ist es eigentlich ganz einfach: Die
Menschen verpfänden ihr erarbeitetes Eigentum der Bank, damit diese
ihnen Geld
(Zahlungsmittel) zur Verfügung stellt, womit sie investieren, ihren Lebensunterhalt
bestreiten und ihrer Arbeit nachgehen können. Dieses Eigentum (resp. der durch dieses Eigentum besicherte Kredit) erscheint
dann als Vermögen in den Aktiva der Bankbilanz, währenddem sie gleichzeitig das Buchgeld, das sie zur Verfügung stellt, als Schuld in den Passiven bucht (die Bank schuldet Ihnen ja Ihr Eigentum, während Sie ihr das Geld schulden!).
Das Vermögen gehört also den Bürgern. Die Bank verpfändet dann dieses
Vermögen teilweise der Zentralbank, damit diese ihrerseits den Banken Notenbankgeld und
Bargeld
(= gesetzliches Zahlungsmittel) zur Verfügung stellt.
Wenn Wirtschaftsprofessoren schon diesen einfachen
Vorgang nicht
verstehen, haben sie den falschen Beruf, dem sie ganz offensichtlich
nicht gewachsen sind. Dann gehören sie nicht auf einen Lehrstuhl, sondern auf die Schulbank.
Mit anderen, einfachsten Worten haben wir das hier erklärt.
WIE ERZEUGEN BANKEN ELEKTRONISCHES GELD?
Ganz einfach, indem sie einen Kredit vergeben oder
Finanzanlagen kaufen. Dabei reichen sie grossteils nicht das Geld der
Sparer weiter, sondern erzeugen neues Geld sozusagen aus dem ”Nichts”,
das heisst ohne dass dieses Geld vorher vorhanden war. Ein gutes
Geschäft, denn sie kassieren Zinsen für Geld, das sie selbst erzeugt
haben.
Die href="https://sites.google.com/site/vollgeldinitiative/spargelder-werden-nicht-verliehen-und-koennen-auch-nicht-verliehen-werden" target="_blank"
Banken kassieren ganz bestimmt keine Zinsen für Geld, das sie selbst
erzeugt haben, denn Geld ist ein Passivum, also eine Schuld der Bank. Buchgeld ist eine anerkannte Verpflichtung der Bank, Ihnen Bargeld (Ihr Guthaben) auszuzahlen. Und für die Schuld der Bank soll sie auch noch Zinsen verlangen? Das zeigt einmal mehr, dass sie keine Ahnung haben, wovon sie reden - oder sie wollen Sie kirre machen! Die Bank ZAHLT Zinsen für das Geld, das sie "selbst erzeugt hat" - auch das wieder so ein Euphemismus, siehe hier. Egal, alles Kraut ist eh wie Kabis, nicht wahr? Liebe Leute von vollgeld-initiative.ch: Geht, und besucht einen Einführungskurs in Buchhaltung!
Um den Sachverhalt für jeden verständlich zu erklären, hilft es, einmal als Beispiel einen Baukredit zu erläutern: Ein Häuslebauer lässt sich ein Haus errichten. Den Handwerkern wäre wohl kaum gedient, wenn sie mit einem Schuldschein des Häuslebauers bezahlt würden, denn damit können sie ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Also geht der Häuslebauer zur Bank, welche seine Schulden gegenüber den Handwerkern übernimmt. Mit dieser neuen Schuld der Bank - Buchgeld genannt - können die Arbeiter nun in irgendein Geschäft gehen und ihren Bedarf decken, denn dieses Buchgeld ist nichts anderes als ein Anspruch auf Bargeld, den die Arbeiter bei der Bank haben. Selbstverständlich schuldet nun der Häuslebauer der Bank dieses Geld aus der Schuldübernahme durch die Bank. Da er ja nun im Haus wohnen kann und dabei Miete spart, kann es nur Unbedarfte erstaunen, dass ihn diese Schuldübernahme etwas kostet: den Zins!
Dass die Banken das Geld der Sparer nicht weiterreichen können, haben wir ja bewiesen, sonst würden sie ja Veruntreuung begehen und weil es auch sonst einfach nur reinster Blödsinn ist. Das Geld, das sie weiterreicht, gehört der Bank! (Dass
die Bank bei einem Kredit nicht das Geld aus der Kasse entnimmt, um es dann wieder in die Kasse zu legen:
Hypothek/Kasse und Kasse/Sparkonto, sondern direkt bucht:
Hypothek/Sparkonto, hat doch nichts mit Geldschöpfung aus dem Nichts zu
tun. Das Buchgeld - Zahlungsversprechen der Bank - ist natürlich mit dem
Gewähren des Hypothekarkredits entstanden, denn damit schuldet die Bank Ihnen die Sicherheit, die Sie ihr gewährten, aber ganz bestimmt nicht aus dem
Nichts, sondern aus der Hypothek, also dem Recht, auf das Haus Rückgriff nehmen zu können, sofern die Schuld nicht bedient wird.) Geld ist eine Forderung (siehe Definitionen), liebe Initianten und kein Ding, schreibt Euch das hinter die Ohren! (Damit
der gewährte Kredit überhaupt rückzahlbar ist, muss auch das
entsprechende Geld vorhanden sein! Und wenn Sie einen Kredit erhalten,
wollen Sie ja schliesslich auch das Geld - und nicht bloss Ihre
Sicherheit hinterlegen. Gleichzeitig mit der Rückzahlung des
Kredits verschwindet diese Schuld der Bank auch wieder, da es ja bloss
ein ganz normaler vertraglicher Forderungstausch war: Forderung der Bank
einerseits gegen Forderung des Schuldners anderseits, also ein gegenseitiges Schuldverhältnis2.) Läge der
Forderung gegen die Bank keine Forderung gegen Sie zugrunde, wäre es Geld aus dem Nichts. Aber so dumm sind die Banken nicht. (Das würde selbst der einfältigste Trottel nicht machen.)
Da das Geld meist im Bankensystem bleibt und die Spargelder nicht verliehen werden können, ändert sich nichts daran, dass die Banken weiterhin Buchgeld schöpfen - ach ja, dann heisst es einfach plötzlich verleihen, obwohl genau dasselbe passiert! - können nach Belieben, sobald dauernd genügend Spargelder vorhanden sind, d.h., sobald die Abflüsse in die A-Konti und die Zuflüsse in die B-Konti ausgeglichen oder die Zuflüsse in die B-Konti grösser sind als die Abflüsse. (Siehe dazu die Ausführungen in der Seite "Teilreserve und Geldmenge".) Sie können dann den Hebel wieder so hoch fahren wie bis anhin. Das zeigt einmal mehr, dass die Bevölkerung auf's Schlimmste an der Nase herumgeführt wird von dieser Initiative und den dahinterstehenden Professoren! Nur mag ich nicht daran glauben, dass das Vollgeld überhaupt so lange Bestand hat, sondern dass das Volk vorher ruiniert ist... Es scheint, wenn man
die voraussehbaren katastrophalen Konsequenzen der Vollgeld-Initiative betrachtet,
dass dieses Geschrei nur ein weiteres betrügerisches und
propagandistisches Ablenkungsmanöver ist, um die tatsächliche
Problematik zu kaschieren, die Macht zu festigen und die wahren Ziele zu
verbergen: Den Ruin der Bevölkerung, sodass man sie dann in die Neue Welt Diktatur führen und vollständig versklaven kann während das Volk ihr dann auch noch zujubelt! Diese Tatsachen betrachtend, erscheint es nicht weit hergeholt, diese Initiative als Wolf im Schafspelz zu bezeichnen.
Die Initianten verstehen einfach nicht:-
dass Geld ein Zahlungsversprechen, eine
Schuldanerkennung einer Bank ist. Und die gibt dieses
Zahlungsversprechen logischerweise nur heraus, wenn sie eine
Sicherheit (z.B. Haus - Hypothek) hat - gratis gibt sie sicher kein
Zahlungsversprechen aus - das wäre dann eben die vermeintliche und oft
propagierte und nun von den Initianten verlangte Geldschöpfung aus dem
Garnichts. Wenn
die Initianten so dumm sind und meinen, dass die Bank Geld, also ein
Zahlungsversprechen, aus dem Nichts schöpfe, dann dürfen sie nicht auch
noch glauben, die Bank sei ebenso dumm! Wenn die Bank dieses Geld schöpft, dann hat ein anderer, nicht der
Kreditnehmer, dieses Geld, d.h., dieser andere ist ein Gläubiger
(Sparer) der Bank: Er gibt
der Bank Kredit! Wenn er dann sagt, er wolle diesen Kredit nicht geben
(z.B. weil er der Bank nicht traut - oder einfach das Geld bar
benötigt), er
wolle Bares? Dafür hat sie ja eben die sogenannte Mindestreserve (die die Initianten allerdings halt auch wiederum nicht verstehen), damit sie flüssig ist, andernfalls müsste die Bank Bargeld erst beschaffen (siehe hier).
-
Ein Problem gibt es bei der Zentralbank, wenn sie Staatsanleihen
aufkauft. Da ist als Sicherheit die Staatsanleihe (=
Staatsschuldverschreibung, d.h. Zahlungsversprechen des Staates)
vorhanden. Wenn
die Staatsanleihen vom Markt (Börse) nicht mehr gekauft oder gar
abgestossen
werden, muss sie sie aufkaufen und diese in die eigene Bilanz
übernehmen. Dann
geht das immer schneller: Immer mehr verkaufen die Staatsanleihen - und
danach stossen sie selbstverständlich auch gleich die Währung mit ab -
und
die Zentralbank muss immer schneller Geld drucken, was dann in die
Hyperinflation und damit zur Zerstörung der Währung führt. Die Bürger
verlumpen. Und das sieht dann so aus: Hyperinflation Deutschland 1918 - 23.
-
Eine andere Möglichkeit ist, dass die Währung an der Börse direkt abverkauft, also in andere Währungen getauscht wird,
weil ihr die Leute nicht mehr trauen. (Oder
im Falle der Geschäftsbanken, wenn die Leute die Banken stürmen. Dann
können die Banken ihre Sicherheiten nicht mehr schnell genug veräussern.
Dass die Werte hinter den Sicherheiten damit in den Keller rauschen,
versteht sich von selbst. So wird dann die Zentralbank oder der Staat
einschreiten und die Sicherheiten der Geschäftsbanken aufkaufen - z.B.
Stichwort: Bad Bank.)
Die Initianten meinen, die Zentralbank - hier die SNB - könne einfach
Geld drucken und es dann verteilen. Noch nie in die Geschichte, z.B.
nach Argentinien, Griechenland, Simbabwe, Türkei usw., geschaut? Dümmer
geht's nimmer! Aber mit Emil wird das Ganze vielleicht noch zur grossen Lachnummer (IN$IDE PARADEPLATZ).
Ach, es gäbe noch so viel zu schreiben, um all den Quatsch, den sie schreiben, zu widerlegen, dass einem nur noch übel wird...
***
Der
IWF ist bekannt dafür, dass er alle Staaten, bei denen er die Finger im
Spiel hatte, ruiniert hat. Und genau vom IWF kommt die
Vollgeld-Initiative:
Zwei
IWF-Forscher haben die Folgen solch eine Radikalreform untersucht und
kommen zu dem Schluss: Das würde Wirtschaftsleistung und Wohlstand
ankurbeln. (...) Der
Ökonomie-Nobelpreisträger Milton Friedman war von der Idee überzeugt,
der Freiburger Ökonom Walter Eucken ebenso und der Yale-Professor Irving Fisher erst
recht: Um das Finanzsystem stabil und sicher zu machen, solle der Staat
Banken verbieten, im Zuge ihrer Kreditvergabe einfach neues Geld in Umlauf
zu bringen. Ein Geldinstitut dürfe nur dann ein neues Darlehen
vergeben, wenn es im gleichen Ausmaß über Bargeldreserven verfüge,
forderten prominente Ökonomen in den 30er- und 40er-Jahren.
Diejenigen,
die diese Webseite studiert haben, wissen, dass die Banken das Bargeld
immer haben, wenn sie einen Kredit vergeben. Entweder ist der IWF so
dumm, oder sie lügen einfach nur - der Leser soll bitte selber urteilen.
Und Herr Prof. Senf weiss es auch, wie jeder auf youtube schauen kann. Prof. Senf dort:
Ein Grossteil spielt die Rolle und weiss gar nicht,
welche Rolle. (...) Denn sie wissen nicht, was sie tun. (...) Ja, beim
Köhler sollte man eigentlich davon ausgehen, wenn er mal der Chef des
IWF gewesen ist, sollte er eigentlich auch über die Rolle des IWF mal
ein Stückchen was gelesen haben. (...) Da will ich ein Buch erwähnen
(...) Michel Chossudovsky (...) The Globalization of Poverty and the New
World Order - Deutsche Ausgabe: Global brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg .
Herr
Senf scheint selber auf das Spiel hereinzufallen, sofern man ihm keine
bösen Absichten unterstellen will. Herr Senf sollte ja eigentlich auch
wissen, wie man Kredite verbucht - wie man Kredite nur verbuchen kann,
nämlich als sogenannte Geldschöpfung: Aktiven/Passiven! Aber seiner
Aussage zufolge schöpfen nur die grossen Banken Geld... Herr Senf
scheint wirklich ein ziemliches Durcheinander zu haben. Herr Prof. Senf:
Wissen denn Sie, was Sie tun?
Im übrigen schöpfen die Banken kein Geld, Herr Senf, sondern "schöpfen" Buchgeld - und das ist ein ganz grosser Unterschied, falls Sie das noch nicht bemerkt haben. Sonst studieren Sie am besten meine Webseite. Ich garantiere Ihnen, dass Sie hier sehr viel lernen können. Buchgeld ist ein Anspruch auf Bargeld und demnach kein Geld, sondern eine Geldschuld der Geschäftsbank. Sie als em. Volkswirtschafts-Professor und Ihre studierten Vollgeldkumpanen sollten das eigentlich wissen... Oder findet Ihr, es sei dasselbe, ob man nun 100 € in der Tasche oder 100 € Schulden hat?
(Nebenbei: Es wäre noch interessant zu wissen, woher die Initianten die Mittel für die Initiative haben.)
Weil es nicht anders geht, Herr Senf, und wenn Sie sich noch so lange auf den Kopf stellen - das sagt ja sogar die Deutsche Bundesbank explizit und zu Recht: "Tatsächlich wird bei der Kreditvergabe durch eine Bank stets
zusätzliches Buchgeld geschaffen. Die weitverbreitete Vorstellung, dass
eine Bank "auch altes, schon früher geschöpftes Buchgeld, z.B.
Spareinlagen, weiterreichen" (könne), wodurch die volkswirtschaftliche
Geldmenge nicht erhöht wird, trifft nicht zu."!
Beispiel Ratenkredit: Ratenkredit/Kunden-Konto-Korrent!
Die marxistische Vollgeld-Idee wurde von Irving Fisher wieder aufgegriffen, als er "in den 1930er Jahren die Idee eines Vollreserve-Systems befürwortete".
Ein wahrlich hervorragender Ökonom, auf dessen Ideen man sich tunlichst nicht berufen sollte: "Irving Fisher argued just before the crash that fundamentals were strong and the stock market was undervalued.". Übersetzung:
Irving Fisher argumentierte kurz vor dem Crash, dass die Fundamentaldaten stark und der Aktienmarkt unterbewertet sei.
Damit ist natürlich der 1929er Crash gemeint5:
Quelle: http://www.sharehunter.com/news/wp-content/uploads/2011/10/djia1928-to-33-980-size.jpg
Dass er dann auch noch nicht bloss sich selbst ruiniert hat, sondern
auch gleich seine Frau und seine Schwester mit, zeugt von
seinem genialen Ökonomieverständnis... (unten im Kasten).
Und
genau so wollen die Initianten heute in ihrer verblendeten Ideologie
nicht bloss ihre Eltern und Geschwister ruinieren, sondern gleich am
liebsten das ganze Schweizerland!
Karikatur: G. Ugus; Auditorium ab pixabay.com
***
So argumentieren die Vollgeldfantasten (und die korrekte Antwort eines Buchhalters dazu):
Anscheinend verstehen Arbeiter mehr vom Geld als einige Wirtschaftsprofessoren:Quelle: dito.
***
1 Damit spiele ich auf den weitverbreiteten Mythos an, dass die
Banken Geld aus dem Nichts erschüfen, welcher ja wiederum Grundlage
dieser Initiative ist. Wir haben diesen Mythos auf dieser Seite
entlarvt und den tatsächlichen Vorgang samt Hintergründen genau erklärt.
3 Diese Initiative ist geeignet, den Franken zu zerstören und damit die
Unabhängigkeit der Schweiz in eine naheliegende und ernsthafte Gefahr zu
bringen sowie die Bevölkerung in Armut und Elend zu befördern. Sollten
die Initianten der Meinung sein, der Franken müsse nicht verteidigt
werden können, so bitte ich sie, mir dies zu beweisen und die unter "Autonome Geldpolitik" gemachten Aussagen der SNB auf der oben verlinkten
Seite zu entkräften.
.
Ebenso sollen sie mir
erklären, weshalb zahlreiche Zentralbanken ihre Währungen stützen
mussten und müssen und wie sie dies denn mit einem negativen
Eigenkapital bewerkstelligen wollen.
4 Schliesslich kommen sie dann auf die glorreiche Idee, man könne ja eine
Forderung an die gesamte Volkswirtschaft als Beteiligung tarnen und
aktivieren. Ein bisschen Bedenken haben sie zwar selber, aber man biegt
sich halt die Welt auch da, wie sie einem gefällt:
Gewöhnungsbedürftig
daran ist natürlich, dass es keine Beteiligung an einer einzelnen
juristischen Person mit Beteiligungsvertrag oder Aktien ist, sondern
eine pauschale Beteiligung an der Volkswirtschaft. Das widerspricht
allen rechtlichen Gepflogenheiten.
http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/2013_11_29_Vollgeld_Bilanzierung_aus_Sicht_der_Zentralbank_-_Thomas_Mayer.pdf, Seite 13
Richtig! Was verkauft Ihr denn,
wenn der Franken unter Druck gerät? Die Volkswirtschaft - oder klaut Ihr
einfach den Leuten nachts die Dächer von den Häusern? Wieso aktiviert
Ihr nicht den Mond? Oder noch besser: die Sonne - die
reicht auch für ein Weilchen! Ihr seht
also: Auswahl hat's genug da draussen. Das wär doch mal eine neue,
originelle Idee! Ist zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber was
soll's... Kabarett mit Emil halt. Die Initianten sollten sich die korrekten Ausführungen von Dr. Meyer zu Herzen nehmen.
5 Ein paar weitere diesbezügliche Zitate von Fisher (Quelle):
New York Times, Sept. 5, 1929:
There may be a recession in stock prices, but not anything in the nature of a crash.
Economics, Oct. 17, 1929:
Stock prices have reached what looks like a
permanently high plateau. I do not feel there will be soon if ever a 50
or 60 point break from present levels, such as (bears) have predicted. I
expect to see the stock market a good deal higher within a few months.
November 14, 1929:
The end of the decline of the Stock Market will probably not be long, only a few more days at most.
Early 1930:
For the immediate future, at least, the outlook (stocks) is bright.
Motto: "Man darf die Hoffnung nie aufgeben - irgendwann kriegt man dann recht."?
***
1 Die unumgehbare Vorfinanzierung ist seit Jahrtausenden bekannt - doch dazu später mehr -, wie auch die daraus folgende Schuldenproblematik:
Das 5. Buch Mose
(Deuteronomium)
verlangt in
Kapitel 15:
Nicht bloss das
zeigt, dass man
sich bereits
damals betreffend
der Problematik
der Schulden und
deren Konsequenzen
im Klaren war.
Dies wäre zwar
eine Lösung - aber
diese Lösung ist
ausserhalb des
Geldsystems. Eine
andere Lösung
wäre, wenn man die
Superreichen
enteignen würde.
Allerdings ist
auch das weder
einfach noch
unproblematisch,
würde man doch das
Institut des
Eigentums
aushebeln mit den
entsprechenden
Konsequenzen: ein solcher Staat
würde dadurch seine
Glaubwürdigkeit
und
Kreditfähigkeit
verlieren (mittlerweile hat man in Zypern einen teilweisen Bail-in wohl probehalber durchgeführt).
Zudem wäre es
ausserhalb des
entsprechenden
staatlichen
Hoheitsgebiets
nicht
durchsetzbar.
Es gibt keine
Lösung, solange
es einen
infalliblen
Schuldner gibt:
den Staat! Aber
ohne Staat gibt
es kein Eigentum
im
gebräuchlichen
Sinn, sondern
nur das
Faustrecht. Das
Eigentum besteht
also dann nur so
lange, bis man
kräfte- oder
waffenmässig
unterliegt. Wenn
sich dann wieder
eine Macht
etabliert (das
Machtvakuum
ausgefüllt
wird), sind wir
wieder im
Staatswesen.
Man kann die
Vorfinanzierung
- welche man
immer im
Blickwinkel
haben muss -
niemals ausser
Kraft setzen. So
muss eben auch
der infallible
Schuldner, der
Staat, sich
vorfinanzieren,
also ist auch
der Staat von
Beginn an
Schuldner (nur rohstoffreiche Staaten können sich allenfalls von Schulden befreien infolge der Deviseneinnahmen aus dem Rohstoffexport), halt
eben ein
Schuldner, der
zuletzt pleite
geht - und der
Staat wird im
Interesse seiner
Macht alles
daran setzen,
das
Wirtschaftssystem
aufrecht zu
erhalten. Also
wird er -
infolge der
gezwungenen
Aufschuldung -
immer der
"Lender of last
resort" bleiben,
entweder selbst
oder via
Zentralbank,
welche ja auch
wiederum
staatlich ist.
Und das bis zum
bitteren Ende.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lender_of_last_resort
https://www.snb.ch/de/iabout/finstab
Schuld"geld"
ist
Jahrtausende
alt (z.B. hat
man von der Steinzeit an bis ins Mittelalter
Kerbhölzer (früher Kerbknochen) benutzt -
daher noch
heute das
Sprichwort:
etwas auf dem
Kerbholz
haben, d.h.
verschuldet
sein). Auch
Goldgeld geht
nicht ohne
Schulden -
damals hat man
(Handels-)Wechsel gezogen, was auch eine Art von Geld ist (Ansprüche auf
Gold); zudem
gab es Noten
schon lange
Zeit. Bis 1971
- dem
Schliessen des
Goldfensters
durch Nixon,
also unter dem
Bretton Woods
System - war
Geld ein
Anspruch auf
Gold (der
Vietnam-Krieg
hat die USA
ausgelaugt):
"in Gold we
trust" -
heute: "in God
we trust". Da
aber das
System so oder
so immer mehr
in die
Schulden
kommt, war das
Schliessen des
Goldfensters
nur eine Frage
der Zeit. Man
kann also
festhalten:
Schuldgeld ist
Jahrtausende
alt - und die
Goldwährung
kam auch nicht
ohne
Schuldgeld
aus. Einzig
eine reine
Gold- und/oder
Silberwährung
(Kurantmünzen)
wäre theoretisch ohne
Schuldgeld
denkbar - aber
auch nicht
ohne Wechsel.
Wechsel werden
m.W.
heutzutage
kaum mehr
genutzt,
allerdings
sind sie
weiterhin in
den Gesetzen,
haben also
eine klare
Rechtsgrundlage.
In der Schweiz
im
Obligationen-
sowie im
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht.
Die
Geschäftsbanken
haben zu
Beginn des
Systems einen
Wechsel auf
sich gezogen
und der
Zentralbank
übergeben, um
an Bargeld zu
kommen (ist
auch heute
noch denkbar,
aber soviel
ich weiss
nicht mehr
üblich).
Die Chinesen kannten Papier"geld" bereits ab dem 6. Jahrhundert:
http://www.nbbmuseum.be/de/2007/09/chinehttp://www.nbbmuseum.be/de/2007/09/chinese-invention.htmse-invention.htm
Ab dem 10. Jahrhundert sind auch Wechsel bekannt, wie Sie aus dem
Text ersehen. Ab hier spricht man von Noten und Währung.
Sie sehen daraus auch, dass Warengeld nicht ausreicht, um den
Bedarf der Wirtschaft zu decken. Immer mussten
Schuldverschreibungen ausgestellt werden. Dies ergibt sich aus der
unumgehbaren Vorfinanzierung, welche von den meisten
"Wissenschaftlern" grosszügig übersehen wird. Nur wenige Ausnahmen
bestätigen diese Regel. Wer das nicht kapiert, hat eben nix
verstanden. Dabei ist es doch einfach logisch: Wenn Sie als Händler Waren
einkaufen, haben Sie das Geld aus dem Verkauf noch nicht
eingenommen. Also stellen Sie einen Wechsel oder eine
Schuldverschreibung (Kreditor) aus und zahlen nach dem Verkauf der
Ware den Lieferanten aus. Der Lieferant gibt normalerweise ja 30 Tage
Kredit und führt daher den Warenempfänger als Debitor. Analog ist
es, wenn Sie ein Geschäft gründen: Sie brauchen erst einmal das
Kapital - und müssen sich im Normalfall verschulden (oder Aktien
oder Anteilscheine emittieren). So muss auch der Staat sich erst einmal vorfinanzieren. Doch dazu später mehr.
Wenn die Vollgeldphantasten jetzt meinen, man könne einfach Papier bedrucken und das sei dann schuldfreies Geld, ist das nicht einfach nur simplifizierend, sondern naiv und nicht mehr nachvollziehbar.
2 In Tat und Wahrheit ist es nicht bloss ein gegenseitiges, sondern ein mehrseitiges Schuldverhältnis, da ja der Kreditnehmer das Geld benötigte, um seinen Gläubiger zu befriedigen. Schliesslich resultiert daraus ein Schuldengeflecht, welches in der Bilanz der Bank seinen Niederschlag findet: Einerseits die Forderungen und übrigen Aktiven der Bank auf der Aktivseite (= ihr Vermögen) und anderseits ihre Schulden gegenüber ihren verschiedenen Gläubigern (Fremdkapital) und die Ansprüche der Kapitalgeber der Bank (Eigenkapital) auf der Passivseite (= ihre Verpflichtungen).
Autor: Oeconomicus criticus
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